Sex in Corona-Zeiten? So klappt's mit vögeln statt hamstern

Alle reden über Sex, doch die wenigsten Paare haben richtig guten Sex. Auch im gelockerten Lockdown besteht nun die Chance, dass sich Paare wieder näherkommen und ihrer Sexualität neues Leben einhauchen. Liebescoach und Autor Volker Schmidt hat ein paar interessante Ideen dazu. Im ersten Teil des Interviews geht es um die Einstellung und den Mut, sich zu zeigen – und zu lieben.

Lieber Volker, man könnte böse meinen: Alle reden über Sex, doch die wenigsten haben ihn. Was ist für Dich eigentlich „guter Sex“?

(lacht) An dieser Frage sind schon viele gescheitert…

In Deinem Buch widmest du ihr fast 50 Seiten. Jetzt mal raus mit der Sprache!

Im Grunde handelt „untervögelt“ von nichts anderem als davon, wie wir es schaffen können, einen natürlichen und unverkrampften Zugang zu unserer Sexualität zu finden. Das Empfinden sexueller Fülle hat derart immense – und zwar immens positive – Auswirkungen auf unser körperliches wie psychisches Immunsystem, auf unsere Einstellung uns selbst und dem Leben gegenüber, sogar auf unsere Attraktivität, Intelligenz und unsere sozialen Kompetenzen, dass wir alle sehr gut daran täten, diesem Thema einen hohen Platz auf der Prioritätenliste des eigenen Lebens einzuräumen.

Auf dieser Prioritätenliste nehmen oft andere Dinge Raum ein. Arbeit, Kinder, gemeinsame Freizeitaktivitäten, die Renovierung der Wohnung. Tatsächlich hat bei vielen Paaren der Sex keinen eigenen Platz.

Mich wundert das nicht. Die wenigsten von uns haben bislang je erfahren, wie viel Tiefe, wie viel Glückseligkeit und Verbundenheit, wie viel Freude und Erfülltheit für uns durch eine liebevolle und bewusste sexuelle Begegnung erfahrbar werden kann. Viele Paare unseres Landes haben im Grunde das, was ich „Reisschleimsexbeziehungen“ nenne.

Tina Molin
Denise Siegel
Tina Molin ist Mitgründerin und Chefredakteurin von OW up!

Über die Autorin

Tina Molin

Arbeitet seit über 20 Jahren als Journalistin und hat sich schon mit vielen spannenden Themen beschäftigt. 1996 schrieb sie in Hamburg bereits über Techno, Tracks und DJs. Ab 2000 verfolgte sie für PRINZ das pulsierende Berliner Nachtleben. Später interviewte sie für BUNTE Prominente von Hugh Jackman bis Lady Gaga. Dann wurde sie Mutter – und plötzlich war die Lust weg. Daraus folgte der Blog Happy Vagina und das Interesse für weibliche Sexualität. Als Gründerin und Chefredakteurin von OW up! möchte sie Frauen inspirieren und motivieren, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen.