Gender Pay Gap: Die Gehaltslücke startet oft schon beim ersten Gehalt

Frauen verdienen häufig weniger als Männer. Anwältin und Geld-Coach Ulrike Prokop erklärt, dass die negative Weichenstellung nicht erst mit der Familienplanung beginnt, sondern schon viel früher: bei der Berufswahl, beim Studium und beim ersten Gehalt.

Liebe Ulrike, Deiner Meinung nach sollten Frauen schon im Studium über ihre Finanzen nachdenken. Warum schon so früh?

Weil die Lebenswirklichkeit von Frauen in der Realität häufig anders ist, als sie sich das in ihren jungen Jahren vorstellen: Insbesondere durch die Familienplanung und die Geburt des ersten Kindes vergrößert sich der sogenannte Gender Pay Gap, die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen, deutlich. In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt zehn Jahre nach der Geburt des ersten Kindes 61 Prozent weniger als vor der Geburt.

Das muss man in der Härte nochmal sagen: 61 Prozent weniger!!!

Das führt dann im Laufe eines durchschnittlichen Erwerbslebens hierzulande zu einer Rentenlücke von 40 Prozent*.

Tina Molin
Denise Siegel
Tina Molin ist Mitgründerin und Chefredakteurin von OW up!

Über die Autorin

Tina Molin

Arbeitet seit über 20 Jahren als Journalistin und hat sich schon mit vielen spannenden Themen beschäftigt. 1996 schrieb sie in Hamburg bereits über Techno, Tracks und DJs. Ab 2000 verfolgte sie für PRINZ das pulsierende Berliner Nachtleben. Später interviewte sie für BUNTE Prominente von Hugh Jackman bis Lady Gaga. Dann wurde sie Mutter – und plötzlich war die Lust weg. Daraus folgte der Blog Happy Vagina und das Interesse für weibliche Sexualität. Als Gründerin und Chefredakteurin von OW up! möchte sie Frauen inspirieren und motivieren, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen.